Jünkerather Gewerkschaft

von Willi Krings
 

Das Werk wurde im Jahre 1687, also vor fast 320 Jahren, auf Grund eines Privilegs des Grafen Salentin Ernest von Manderscheid - Blankenheim, von dem Hüttenmeister Johann de L‘Eau aus Ahrhütte, als Eisenhütte gegründet.
Mit Hilfe von aus Eifeler Buchen und Eichen gewonnener Holzkohle wurde das Eisenerz aus Gruben der näheren und weiteren Umgebung zu Roheisen veredelt und in ganz Deutschland verkauft.

1711 übernahm Abraham Peuchen aus Blumenthal die Hütte und in den folgenden 200 Jahren lag die Leitung der Hütte in den Händen verschiedener Mitglieder der Familien Peuchen und Poensgen. Diese Familien waren eng mit der Entwicklung der gesamten deutschen Eisenindustrie verbunden.

Im 19. Jahrhundert wurde der Absatz des Eifeler Roheisens durch billige Konkurrenz, vor allem aus England, immer schwieriger und so musste 1898 der letzte Hochofen in Jünkerath, stillgelegt werden. Der Fortbestand des Werkes war jedoch gesichert, da es sich bereits früher auf den Bau von Maschinen und zur Herstellung von Eisenguss, umgestellt hatte.

1936 wurde der Name des Werkes entsprechend der neuen Produktion mit einem Zusatz versehen. Es firmierte: „Jünkerather Gewerkschaft Maschinenfabrik und Eisengießerei“

2 Jahre später, also 1938 wurde das Werk, das bis dahin in Privatbesitz war, von der DEMAG in Duisburg übernommen. Zu dieser Zeit hatte es 400 Beschäftigte und es wurden Gussstücke bis zu 65t hergestellt.

Während des Krieges, die Fertigung wurde z.T. auf Kriegsproduktion umgestellt, beschäftigte das Werk einschließlich Kriegsgefangener und Fremdarbeiter etwa 1000 bis 1100 Personen.

Nach Beseitigung der Kriegsschäden, sprich Wiederaufbau, wurde die Fertigung wieder aufgenommen.

1960 zählte das Werk wieder 870 Beschäftigte. Im selben Jahr verlor es seinen traditionellen Namen und wurde als „Jünkerather Maschinenfabrik GmbH“ weitergeführt und ganz in den DEMAG Konzern eingegliedert.

In der Mitte der siebziger Jahre beschäftigte das Werk noch 600 Mitarbeiter.

1970 stellte die Maschinenfabrik ihre Fertigung auf Kunststoff- spritzgussmaschinen um. Planung und Vertrieb lagen in Nürnberg, später in Schweig. Es folgte die Umbenennung in „Demag Kunststofftechnik GmbH.Werk Jünkerath“.

Das gut ausgelastete Konstruktionsbüro wurde aus der Kunststoffspritzgussmaschinenfertigung ausgeklammert und der Sparte Hüttentechnik zugeordnet, blieb aber in Jünkerath.

Nachdem 1975 die DEMAG vom MANNESMANN - Konzern übernommen wurde, änderte sich 1978 nochmals der Firmenname. Ab diesem Datum hieß es: „Mannesmann Demag Kunststofftechnik. Werk Jünkerath“. In dieser Zeit stellte es neben Eisenguss, Kunststoffspritzgussmaschinen her.

1983 wurde die Fertigung dieser Maschinen nach Schwaig bei Nürnberg verlagert wobei die Belegschaft um mehr als die Hälfte verringert wurde. Dies hatte und hat natürlich negative Auswirkungen für den Ort Jünkerath und seine Umgebung.

Heute besteht das Werk, das seit 1998 unter dem neuen Namen

„DEMAG Ergotech GmbH Gießerei Jünkerath“  firmiert, nur noch aus der modernen Eisengießerei mit etwa 230 bis 250 Beschäftigten. Die monatliche Gussproduktion beträgt zur Zeit, trotz harter Konkurrenz, zwischen 2000 bis 2500t.

Seit 1. Oktober 2006 firmiert der Betrieb unter Ergocast GmbH

Möge es weiter so bleiben.

 

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